DIE HEIMATGESCHICHTE DER TREBBINER ORTSTEILE

Vom Werden und Wachsen - Archiv zur Historie

 
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Trebbin

 

Geschichte

Vieles liegt im Dunkeln, niemand weiß genau, wann die ersten Menschen in unsere Gegend kamen.

Wahrscheinlich waren es die Semnonen, die in der Mark siedelten. Nach der Völkerwanderung haben sich an der Nuthe und in den feuchten Niederungen einige Slawische Stämme niedergelassen.

Vermutlich waren es die Wenden, die entlang der Nuthe auf den sumpfigen Wiesen Ringwälle aus Holz und Erde bauten.

Nach nicht ganz sicherer Quelle soll das Land um 1157 durch den Erzbischof Wichmann erobert worden sein.

Um es zu sichern und wirtschaftlich auszubauen wurden vor ca. 850 Jahren Menschen aus Belgien, den Niederlanden und Nordwestdeutschland angeworben. Eine Überbevölkerung und Sturmfluten hatten dort Ackerboden knapp werden lassen. So kamen die Flamen und die Gegend zu ihrem Namen „dem Fläming“.

Für die Landesherren und Kirchen wurde diese Umsiedlung zu einem guten Geschäft, denn während der Zeit von Albrecht dem Bären hieß es: Die Kirchen mehrten sich und der Zehnt wuchs zu ungeheurem Ertrag.

 

Der Ursprung der dörflichen Ansiedlung ist in dem Rundling, der jetzigen Dorfaue, zu sehen.

 

Löwendorf wurde erstmalig um 1368 erwähnt. Der Name wurde immer wieder verändert, jeder schrieb wie er wollte.

 

1368 – Leuwendorf, Lavendorf, Luvendorf

1383 – Lauwendorff

1446 – Louwiondorff

1534 – Lawendorff

1775 – Leuendorf oder Löwendorf

 

Streifen schmal

 

Aus der Chronik von Trebbin:

Obwohl die Zeit der Gründung des Dorfes nicht nachweisbar ist, glauben wir doch, es zu den ältesten Ortschaften des ganzen Kreises rechnen zu dürfen. Wie der in heidnischer Zeit entstandene Ort zu seinem deutschen Namen kam, darüber berichtet eine alte Sage folgende Geschichte. „Einst fochten die Herren, die Ritter von Thümen auf Blankensee eine heftige Fehde aus mit denen von Rochow. Nach heldenhaftem, beiderseitigem Kampfe behaupteten die von Thümen bei dem großen Berge unweit der Nudow das Feld. Zum ewigen Gedächtnis an diesen blutigen Strauß, mit Löwenmut gewonnen, tauften sie das Dorf Leuendorf, das ist das heutige Löwendorf.“

 

1233 – der Name Löwendorf kann eine Erinnerung an das Wappen des Arnold von Trebbin sein. Das Siegel einer Urkunde von 1233 zeigt im Wappen als Hauptfigur einen sogenannten wachsenden Löwen (Teltower Kreisblatt von 1934)

 

1368 – Die Bezeichnungen Laven- oder Luvendorf haben nichts mit Löwen zu tun sondern stammen aus dem Mittelniederdeutschen und stehen für Wald, Gehölz, Bruch und Niederung.

 

1388 – Die kursächsische Familie von Thymen (Thümen)wird Besitzer von Löwendorf und den Dörfern Blankensee, Stangenhagen, Schönhagen, Glau und Mietgendorf.

 

Vor dem dreißigjährigen Krieg führte die sogenannte „Butterstraße“ von Sachsen über Trebbin bei Löwendorf vorüber.

 

Im Krieg 1618 bis 1648 wurde dem Ort, an einer Heerstraße liegend, arg mitgespielt. Schwedische Söldner verwandelten sämtliche Häuser in einen Aschenhaufen. Nach dem Kriege fanden wir einen Herrn von Thümen als Besitzer, der nach Ausweis des Kirchenbuches in Trebbin 1658 ein Töchterchen taufen ließ. 

Wann und wie der Rittersitz Eigentum der Bauern wurde, entzieht sich leider unserer Kenntnis.

 

Es mögen in der bösen Kriegszeit, welche die Einwohner so ermattet hatte, dass sie zur Aufbringung von Steuern zuletzt außer Stande waren, die Leute geseufzt haben wie bei Paulig zu lesen ist:

 

„Der Schwed is kumme,

hat alles mitgenumme;

hat Fenster nein geschlage, 

hat‘s Blei davon getrage,

hat Kugeln drauß gosse,

und die Bauern erschosse!“

 
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