DIE HEIMATGESCHICHTE DER TREBBINER ORTSTEILE

Vom Werden und Wachsen - Archiv zur Historie

 
Marktplatz Trebbin mit Rathaus ©Antje PüpkeHistorische Aufnahme: Blick auf Trebbin vom Löwendorfer BergTrebbin Blick vom Kirchturm ©Jörg Roschlau

Wiesenhagen

 

Zur Geschichte und Entwicklung Wiesenhagens

 

14. Jahrhundert 

Bereits in frühgeschichtlicher Zeit gehörte das Dorf zum Burgamtsbezirk Trebbin, wenigstens wird es  im Jahr 1375 im Landbuch Kaiser Karl IV.  als Bestandteil des Schlosses als rein deutsches Dorf aufgeführt. Die zur Feldmark gehörenden 40 Hufen (1 Hufe = 40 Morgen = ca. 10 Hektar) brachten jährlich je Hufe 5 Scheffel Roggen und 5 Scheffel Hafer als Abgabe zum Amt, eine vom Landesherrn besonders erhobene Steuer von einem Schock Groschen und außerdem hatte jedes Haus ein Huhn zu liefern. Der Schulze und der Lehnbauer leisteten besondere Zahlungen, waren aber von Naturallieferungen befreit.

Nach 1300 unterstand die Herrschaft Trebbin mit ihren Dörfern westlich der Nuthe, dazu die Dörfer Kliestow, Schulzendorf und Neuendorf dem Kloster Zinna.

 

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17. Jahrhundert
1680 kam das ganze Gebiet des Klosters Zinna mit allen Dörfern gemäß des Friedens vom 24. Oktober 1648 zu Münster in Westfalen nach dem 30-jährigen Krieg zur Mark Brandenburg. Jüterbog, Dahme und Baruth mit ihren Ortschaften wurden zum Kurfürstentum Sachsen geschlagen.

1624 finden wir 12 Bauern und 4 Kossäthen ansässig. Der Schulze hatte 4 Hufen. Die Bauern erhielten 3 Hufen, die Kossäthen 1 Hufe.

Im 30-jährigen Krieg wurden 6 Bauernhöfe verwüstet. 1632 wurden vom Landreiter (Gendarm) nur noch 9 männliche Besitzer vorgefunden, die alle aus dem Dorfe stammten. Die verwüsteten Bauernhöfe wurden nach einiger Zeit von Bauernsöhnen und - töchtern aus dem Dorfe aufgebaut und wieder besetzt. Wahrscheinlich wurde ein Bauernhof nicht wieder aufgebaut.

 

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18. Jahrhundert

Friedrich der Große (der "Alte Fritz") holte in den Jahren 1755/60 12 Kolonisten und Siedler aus Würtemberg und Sachsen herbei und ließ Häuser, errichten, so dass die Dorflage eine wesentliche Erweiterung erfuhr.

 

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19. Jahrhundert

Im August 1813, als das von Oudinot befehligte 12. Französische Armeekorps von Baruth über Trebbin nach Berlin vordrang, hatten die Bewohner sehr unter den Feinden zu leiden, erholten sich aber bald von den erlittenen Verlusten.

Als 1822 die Auflösung des Amtes Trebbin erfolgte, hörte auch die Zugehörigkeit zu dieser seit der Zeit des 30-jährigen Krieges bestehenden Einrichtung endlich auf.

 

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20. Jahrhundert

Durch die Häufigkeit des Namens „Neuendorf“, hatte der Bürgermeister 1938 die Idee, „Neuendorf“ umzubenennen.

Durch die wiesenreiche Umgebung bot sich als neuer Name „Wiesenhagen“ an.

Diese Bezeichnung wurde am 08. Januar 1938 rechtskräftig.

Mit der Einführung des Personenstandswesen 1874 war erst Neuendorf, dann Wiesenhagen bis 1950 ein eigener Standesamtsbezirk.

Seit 1951 gehört Wiesenhagen zum Standesamt Trebbin.

 

Im 20. Jahrhundert hat sich das Dorf durch Aufbau von Büdnerhäusern sehr vergrößert.

Der Ortskern wurde in den Jahren zwischen 1990 und 2000 aufwändig erneuert.

Wegen der Nachfrage nach Bauland entstand 1998 ein kleines Wohngebiet mit 7 Einfamilienhäusern, welches sich in das Dorfgebiet gut einfügt. 

 

Wiesenhagen Neubaugebiet

 

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Die Schreibweise des Ortes wechselte im Laufe der Jahrhunderte.

  • 1375 Nuendorf
  • 1403 Nuewendorff
  • 1505 Newendorf zu Trebbyn
  • 1648 Newendorff-Amt Trebbin
  • 1800 Neuendorf
  • 1937 Umbenennung in Wiesenhagen

 

 
Blick auf Christinendorf ©Jörg RoschlauModernes Wohnen in Thyrow ©Gertrud KlattFlugplatz Schönhagen ©Gunnar PommereningMohnfeld ©Jörg RoschlauKlein Schulzendorf - Denkmal für die im Krieg Gefallenen ©Jörg RoschlauSchloss Schönhagen ©Gunnar PommereningKleinbeuthen ©Jörg RoschlauIllusionsmalerei in Thyrow ©Gunnar PommereningSpielplatz in Wiesenhagen ©Gunnar PommereningStangenhagen im Spiegel ©Jörg RoschlauDer Vogelbeobachtungsturm in Stangenhagen ©Jörg RoschlauStangenhagen - Winterliche Impressionen ©Jörg RoschlauHummel ©Jörg RoschlauHerbst ©Jörg RoschlauKleinbeuthen - An der Nuthe ©Jörg RoschlauPfefferfließ in Stangenhagen ©Jörg RoschlauPusteblumen ©Jörg RoschlauInnenhof der Kulturscheune Thyrow ©Gertrud KlattFeldweg in Kliestow ©Gunnar PommereningOrtsmitte Stangenhagen ©Gunnar PommereningPontonbrücke in Großbeuthen ©Gunnar PommereningThyrow ©Gunnar PommereningMärkisch Wilmersdorf mit Kirche ©Jörg Roschlau