DIE HEIMATGESCHICHTE DER TREBBINER ORTSTEILE

Vom Werden und Wachsen - Archiv zur Historie

 
Historische Aufnahme: Blick auf Trebbin vom Löwendorfer BergMarktplatz Trebbin mit Rathaus ©Antje PüpkeTrebbin Blick vom Kirchturm ©Jörg Roschlau

Trebbin

Plätze und Gebäude

Alle folgenden Texte aus 

Geschichte und Geschichten aus Glau zum 650. Jahrestag der Ersterwähnung

Zusammengetragen und aufgeschrieben von Willy-Fred Thoms

 

Die Glauer Dorfstraße

Jeder Weg, jede befestigte oder unbefestigte Straße ist eine Verbindung zwischen zwei Ortschaften. Sie ermöglicht das schnellstmögliche Erreichen der Verwandten und Bekannten in der näheren oder ferneren Umgebung. Noch Jahre nach dem zweiten Weltkrieg fuhren durchs Dorf Glau, abgesehen von Militärtechnik so gut wie keine Autos. Pferdefuhrwerke transportierten Baumaterialien oder Lebensmittel ins Dorf oder in

andere Ortschaften.  Erst ab 1956 als die Dorfschule geschlossen wurde, fuhr der erste "Linienbus", der die Kinder und Jugendlichen nach Blankensee in die neue Zentralschule brachte. Die Straße oder sollte man besser sagen der Sandweg war bei Regenwetter kaum benutzbar. Im Sommer immer staubig, im Winter, wenn die russischen Panzer ihre Furchen gezogen hatten ebenfalls nicht ohne Gefahren passierbar. Erst 1970 wurde die Dorfstraße befestigt und mit einem Betonbelag versehen. Im Bereich der Glauer Bergstraße (gegenüber der alten Schulbaracke) befand sich eine Betonmischstation. Die Arbeiter für den Straßenbau schliefen in der ehemaligen Schulbaracke.       

1978 erfolgte die Befestigung des Weges nach Löwendorf. Gerold Pucher besaß damals schon eine Motorkettensäge der Marke "Stihl". Er hatte die Aufgabe, die Bäume am rechten Rand der neuen Straße, darunter auch Eichen zu fällen. Heute steht noch eine Eiche am Wegesrand. Damals reichte die Zeit nicht, um alle Bäume zu fällen. Mit einem K-700, der LPG  zog Günter Schmädicke  die Bäume und deren Stumpen aus der Baustelle für die neue Straße.  Beteiligt waren damals Fahrzeuge der NVA einer Pioniereinheit aus Seddin. Der Hauptmann Körnig hatte noch bis 2015 ein Gartengrundstück im Laubenweg in Glau. Der sogenannte "Badewannenweg" - von der Garnision bis zur Kreuzung der Umgehungsstraße wurde von den russischen Soldaten gebaut. Der Name entstand durch die Art und Weise der Herstellung des Betons durch die Soldaten. Zu Baubeginn funktionierte das Betonmischfahrzeug noch. Nach einer Nacht mit nicht verarbeitetem Beton konnte es nur noch auf den Schrottplatz. Ein zweites Fahrzeug stand nicht bereit. Also mischten die Soldaten per Hand in Badewannen den Beton.

1999 wurde die Trebbiner Straße ausgebaut, mit einem Teerbelag und mit Kantensteinen und einseitigem Fußweg versehen.

 

Fotos folgen ...

* Dorfstraße aus Richtung Blankensee 1955

*1 Trebbiner Straße in Richtung Löwendorf 1978

 

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Die Glauer Dorfschule

Der preußische König Friedrich Wilhelm I. (1683–1740) erließ 1717 das Edikt zur allgemeinen Schulpflicht. Die Bildungsziele wurden wegen der Kosten und eventuell erzeugter Unzufriedenheit begrenzt.

Zum Beispiel sah die Stundentafel in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts so aus: 

  • 12 Stunden Lesen und Schreiben
  • 6 Stunden Religion
  • 5 Stunden Rechnen
  • 3 Stunden Gesang und Kirchenlieder.

Die Dorfschule in Glau ist 1840 gebaut worden. Dies war durch ein Gnadengeschenk von 400 RM möglich geworden. 

Die Maße des Schulhauses: 40 Fuß lang, 28 Fuß breit, 9 Fuß lichte Höhe (13 Gebäudesparren, Dach mit Ziegeln und Splinten gedeckt, zwei Kammern, eine Wohnstube, eine Küche, eine Schulstube: 15 Fuß lang und 16,75 Fuß breit, ein Stallgebäude: 26 Fuß lang, 18 Fuß tief und 9,5 Fuß hoch, Dach mit Stroh gedeckt, enthält Dreschtenne, Kuhstall und Schweinestall)

Der Lehrer wohnte also in der Schule, im heutigen Haus der Glauer Dorfstraße 3.

 

1893 wurde durch die Kommune ein Um - und Erweiterungsbau des Schulhauses in Glau geplant. 1300 Mark Staatsbeihilfe sind in Aussicht gestellt worden. Die Gesamtkosten der Bauplanung betrugen 3000 Mark. Davon waren 2686,32 Mark reine Baukosten.

 

1894 erfolgte der geplante Umbau. Die tatsächlichen Baukosten beliefen sich auf 3285,64 Mark.

 

1929 wurde der Neubau eines Wirtschaftsgebäudes der Schule in Glau notwendig. Zur Schule gehörten damals 9,5 Morgen Land und 1 Morgen Wiese. Der Lehrer bewirtschaftete 2 Morgen Land. Nach der Fertigstellung des Stalls sollte der Lehrer auch die Bewirtschaftung der Wiese übernehmen. Das neue Stallgebäude wurde mit einem Abort und einer Waschküche versehen. 

Die Kosten beliefen sich auf 6350 Reichsmark, von denen der Staat 2116 RM bezahlte. Der Keller wurde ebenfalls ausgebaut.

 

Foto folgt

Schulklasse in Glau um 1900

 

1931 beschloss die Gemeindevertretung den Anbau eines neuen Klassenraumes für 60 Kinder, einen Vorraum und eine Kleiderablage. Dafür wird aber kein Geld genehmigt.

Von 1925 bis 1936 war dort Hermann Hinneburg (1885 -1941) als Lehrer tätig. Er war in Ahrensdorf (bei Ludwigsfelde) Junglehrer und kam dann nach Glau.

1936 wurde die Glauer Dorfschule geschlossen und in die neuerbaute Schule der christlichen Siedlung Glau verlegt. Das alte Schulgebäude kaufte die Familie Lindecke, später Spethmann.

Nach der Besetzung dieser Siedlung durch die SS wurde auch diese Schule 1940 geschlossen.

Der Bürgermeister Otto Henkel (1940†) beantragte einen Schulneubau für das Dorf, denn es gab 1940 noch 55 Schülerinnen und Schüler im Dorf Glau und 10 Schüler aus Mietgendorf. Ein fester Neubau mit 2 Klassenräumen und Wohnung für den Lehrer, Schulgarten und Garten für den Lehrer wurde geplant. Kostenpunkt 45.000 Reichsmark. Dies war aber mitten im 2. Weltkrieg einfach zu teuer und man entschied sich für eine einfache Baracke, die die Häftlinge des Außenlagers Sachsenhausen in Glau 1942 erbauten. Es wurde eine Schulbaracke mit 2 Klassenräumen, eine Hausmeisterwohnung und Toiletten für die Schüler in der Bergstraße. Diese Schule besaß keinen Namen.

1943 beantragte die Lehrerin Frau Ursula Hermann Doppelfester an Stelle der undichten Fenster in der Baracke einzubauen.

1956 wurden die kleinen einklassigen Schulen geschlossen und Zentralschulen gebildet.

Die Schule Glau ist mit den Schulen Mietgendorf, Schönhagen und Stangenhagen in Blankensee zur Zentralschule zusammengelegt worden. Das Schloss in Blankensee war nun Herberge für die Schüler.

Die Lehrer der Dorfschulen unterrichteten nun als Fachlehrer an der Zentralschule.

Der Lehrer Günter Schmidt der Dorfschule in Glau zog mit seiner Familie 1956 nach Blankensee.

 

Die  8-klassige Dorfschule in Glau

Erzählt von Günter Schmidt, aufgeschrieben von Willy-Fred Thoms

 

Im November 1945 wurde Günter Schmidt (geb. 1925) als Neulehrer durch den Schulrat des Kreises Jüterbog/Luckenwalde an der Schule in Hohenseefeld eingestellt. Er wohnte zu dieser Zeit bei seinen Eltern in Liebätz. Seine Ausbildung zum Lehrer absolvierte Günter Schmidt in der Lehrerbildungsanstalt in Graudenz (im heutigen Polen) von 1940 bis 1943. Die erste und zweite Lehrerprüfung legte er im Fernstudium an der Pädagogischen Hochschule in Potsdam ab. Danach war er Fachlehrer für Biologie. Im Februar 1946 wurde der Lehrer Günter Schmidt nach Glau versetzt. Zu dieser Zeit war Glau von Flüchtlingen (Wolga-Deutsche und Rumänien-Deutsche) sowie von vielen Angehörigen der Johannischen Kirche bewohnt.

120 Schulkinder vom 1. bis zum 8. Schuljahr besuchten die Schule (Baracke in der Bergstraße). Herr Schmidt war der einzige Lehrer für diese 120 Schüler. Er unterrichtete die Schüler von der ersten bis zur 8. Klasse in allen Fächern im Abteilungsunterricht. Das waren täglich 6 Stunden a 45 Minuten immer in zwei Altersstufen. Der Unterrichtstoff war in Jahrgänge aufgeteilt. Die kleinen Pausen dauerten 10 Minuten und eine große Pause 15 Minuten. 

 

In den Pausen spielten die Schüler Fußball, Treibeball, Foppen und Fangen, Völkerball, Greifen und Haschen oder tobten sich einfach aus. 1948 bekam er Unterstützung von einer Kollegin Fräulein Wolf. Dazu ist ein zweiter Klassenraum eingerichtet worden. Sie unterrichtete dann die 1. bis 4. Klasse. Für Herrn Schmidt blieben die Klassen 5 bis 8. In den 50-er Jahren hatten viele Flüchtlinge das Dorf Glau wegen Ansiedlung in einem anderen Ort verlassen. Dadurch verringerte sich die Schüleranzahl und die zweite Lehrkraft, Fräulein Wolf wurde versetzt. Zur Erhöhung der Qualität des Unterrichts mit weniger Schülern wurde mit der Dorfschule Mietgendorf ein Schulkombinat gegründet. An der Dorfschule in Glau wurden die naturwissenschaftlichen Fächer und die Fächer Deutsch, Geschichte und Sport unterrichtet. In Mietgendorf erteilte der Lehrer Nikolaus Humeniuk die Fächer Musik, Zeichnen und Geographie. Gleichzeitig wurden die vorhandenen Lehrmittel entsprechend den Fächern in den Schulen konzentriert. Die Schüler der Schuljahre 5 bis 8 erhielten jeden 2. Tag Unterricht in den Schulen Glau und Mietgendorf in den entsprechenden Fächern. Der Schulweg führte zu Fuß über die Glauer Berge zu jeder Jahreszeit. Die Schüler der unteren Klassen verblieben in ihrer Dorfschule.

 

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Der Dorfplatz mit dem Denkmal

Erzählt von Gerhard Kauert (2016†)

 

Dorfplatz Glau

Dorfplatz um 1950

 

1933 wurde auf dem Dorfplatz (heute Alt Glau) ein Denkmal für die gefallenen Männer und Söhne des Dorfes im 1. Weltkrieg eingeweiht.

Den Denkmalsockel baute Paul Kauert (1961†). Das Denkmal entstand beim Steinmetz "Knaps" in Trebbin.

Neben dem Denkmal wurden auch zwei Eichen gepflanzt. Rechts neben dem Mahnmal stand die sogenannte Hitler-Eiche und links die sogenannte Hindenburg-Eiche. Im Wurzelwerk der beiden Bäume, so erzählt man sich, sind je eine Flaschenpost vergraben.

Vor den Bäumen waren Feldsteine mit eingravierten Geburts- und/oder Sterbedaten der Namensgeber aufgestellt.

Diese sind in den Kriegstagen verschwunden und bis heute auch nicht mehr aufgetaucht. Auch verschwand kurz vor dem Eintreffen des ersten russischen Panzers am 23. April 1945 das Steinerne Kreuz des Denkmals. Ernst Lichtenfeld (1965†) versteckte dieses auf seinem Grundstück und schützte es damit vor der Zerstörung durch die russischen Soldaten. Dabei half ihm, dass sich in seinem Haus die russische Kommandantur einquartierte. Nach dem Krieg, etwa 1947, wurde es heimlich wieder aufgestellt.

 

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Die Poststelle in Glau

Erzählt von Ursula Schmidt (geb. Lichtenfeld, 2015†) 

 

1945 wurde im Dorf Glau auch eine sogenannte Landpoststelle eingerichtet. Damals im Hause der Dorfstraße 24, die heutige Altglau Nr. 8.

Die Poststellenleiterin war Ursula Lichtenfeld (2015†), die mit ihren Eltern auch dort wohnte.

Das monatliche Gehalt für diese Tätigkeit betrug 52,- Mark.

Zu den auszuführenden Arbeiten gehörten:

  • Postannahme und - ausgabe,
  • Paket- und Päckchenannahme,
  • Zustelldienst von Post und Zeitungen, 
  • Zustelldienst von Paketen und Päckchen
  • Telegrammannahme und Telegrammzustellung
  • Briefmarkenverkauf
  • monatliche Kassierung des Zeitungsgeldes
  • monatliche Kassierung der Rundfunkgebühren.
  • Annahme und Auszahlung von Postanweisungen

Von Ursula Lichtenfeld wurde diese Poststelle bis 1949 geführt.

Nach der Heirat übernahm dann ihre Mutter Ida Lichtenfeld ab 1949 diese Poststelle.

Aus Altersgründen übergab Frau Ida Lichtenfeld die Amtsgeschäfte an Frau Ilse Klein 1964 ab. Damit änderte sich auch der Ort der Post.

Die neue Adresse lautete nun Dorfstraße 28, heutige Beuthener Straße 6, das Haus der Familie Klein.

Bis zur Wende 1989 betrieb Ilse Klein diese Poststelle. Zu Anfang reichte ein Fahrrad, um Post und Pakete auszutragen. Später benötige Frau Klein dann ein Auto. Zu Weihnachten war auch das eigentlich zu klein. Viele "Westpakete" suchten ihr Ziel. Diese enthielten unter anderem Kaffee und Schokolade.  

 

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Die Gastwirtschaften in Glau

 

Gasthof HaakeHistorische Ansichtskarte 

 

Eine Gaststätte im Ort zu haben, ist schon nicht nur für die Einwohner wichtig.

Sie ist nicht nur Treffpunkt für ein Abendessen in der Familie oder zu einem gemütlichen Bier mit den Freunden, sondern auch Anziehungspunkt für Feste der Dorfbevölkerung und deren Gäste. Sie ist auch Ort kleiner und große Familienfeiern, wie Hochzeiten, Kommunion oder auch Beerdigungen. Zu DDR-Zeiten fanden dort auch organisierte Vorträge des Dorfclubs statt. Selbst die Ortsvorsteher oder Bürgermeister führten dort ihre Versammlungen durch.

Das Besondere im Dorf Glau waren aber die Frauentagsfeiern. An diesen nahmen nicht nur die Frauen des Ortes teil. Gern gesehene Gäste waren immer die Ehefrauen der russischen Offiziere aus der Garnision nebenan.

 

Das erste Gasthaus in Glau entstand 1821.

Als Wohnhaus begonnen, wurde eine Theke mit Sitzmöglichkeiten in einem Raum eingerichtet.

Der Bauherr verstarb während der Baumaßnahmen und Freiherr von Thümen wurde neuer Besitzer.

Er verschenkte das Haus an seinen Hofmeier Nitze. Dessen Sohn Johan Karl Gottfried Nitze übernahm das inzwischen zum Gasthaus umgebaute Gebäude.

1878 wurde das Gasthaus abgerissen und ein neues den damaligen Anforderungen  entsprechendes gebaut.

Der Schwiegersohn Wichard Hake übernahm das Gasthaus um die Jahrhundertwende.

Auf einer Postkarte wurde für den Gasthof Wichard Hake geworben. Einen Saal besaß diese Gaststätte damals aber noch nicht. Dieser wurde erst 1910 angebaut. Das notwendige Holz holte man dazu aus Petkus mit dem Pferdefuhrwerk.

Eine Übernachtung des Fahrergespannes ließ sich damals aufgrund der Fahrzeiten nicht vermeiden.

1949 verunglückte Wichard Hake bei Baumfällarbeiten tödlich.

Da sein ältester Sohn Reinhold schon in Gröben eine Gastwirtschaft führte und der zweite Sohn Wichard 1944 im 2. Weltkrieg gefallen war, musste die Tochter Elisabeth die Gastwirtschaft weiterführen.

Sie wohnte damals schon in Berlin und war verheiratet mit Alfred Braune aus Mietgendorf, den die Russen nach dem Krieg mitgenommen hatten. Sein Verbleib ist bis heute ungeklärt. Damit änderte sich der Name der Gastwirtschaft.

Nachdem 1950 Elisabeth Braune nach Berlin-Blankenburg auf ihren Grundbesitz zurückgezogen war, übernahm dann der Sohn Willi Braune (heiratete 1951) die Gastwirtschaft, auf die er eigentlich keine Lust hatte. Seine Frau Elfriede (geborene Wegner) führte die Wirtschaft.

 

Die LPG hatte nun die Hand auf dem Grundbesitz und der Kneipe. Nach 1960 wurde dann die Gastwirtschaft an verschiedene Familien verpachtet. Willi Kühlhorn, ehemaliger Bürgermeister von Glau (1950 - 1955) leitete von 1960 an für 5 Jahre diesen Gasthof.

Der zweite Pächter war ein Mecklenburger mit dem Namen Beutin. Dann folgte Richert Hausmann, der aus Thüringen in die Mark Brandenburg kam, weil Ärzte ihm eine Luftveränderung wegen seines Asthmas empfohlen hatten.

Eine Frau Meyer soll die Gaststätte von 1959 - 1962 geführt haben.

Willi Braune, der eigentliche Eigentümer der Gastwirtschaft und anliegenden Ställe erkrankte Ende der 1960-er schwer und musste seinen Besitz verkaufen.

Familie Kauert vererbte er die Ställe und das angrenzende Land und die Familie Seuthe kaufte 1970 die Gaststätte.

Erich Seuthe, gelernter Elektriker, führte mit seiner Frau Ursula den Gasthof bis zu seinem Tod 1989.

Seine Frau, deren rechter Arm nach einem schweren Verkehrsunfall komplett fehlte, konnte geschickt am Tresen die Biergläser füllen. In dieser Zeit ist auch eine Dachgeschosswohnung entstanden. Dann übernahmen der Sohn und dessen Frau das Haus. 

Ab 1993 konnte er die Kneipe nicht mehr führen, denn sein Frau hatte ihn verlassen.

Nach langem Leerstand wurde das Haus 2002 wieder bezogen.

Als Gaststätte fand das Gebäude nun keine Verwendung mehr.

 

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Das Glauer Freibad

oder eher ein Planschbecken für die Kinder

1956 wurde aus der Dorfschule in der Bergstraße ein Kindergarten. Genauer gesagt ein sogenannter Erntekindergarten, der nur in der Erntezeit für die Kinder des Dorfes offenstand.

Da es auch schon in den fünfziger Jahren heiße Sommer gab, entstand die Idee für die Kleinen ein Planschbecken zu bauen. Es durfte nicht weit vom Kindergarten entfern sein. Nachdem der Standort ausgesucht worden war und das nötige Kleingeld bereitgestellt werden konnte, begannen 1970 die Bauarbeiten.

14 Meter entfernt vom Kindergarten entstand ein Becken mit einer Fläche von 40 m² und einem Fassungsvermögen von 79 m³.

Dies sollte für die Dorfkinder reichen. Leider hatten die Kinder nur wenige Jahre Spaß in ihrem Freibad.

Der erste Winter machte dem Bad derart zu schaffen, dass schon nach kurzer Zeit Sanierungsarbeiten notwendig wurden.

Es wurde notdürftig repariert. Aber auch der nächste Winter tat dem Freibad nicht gut. Wieder waren Reparaturarbeiten notwendig.

Leider fehlten dann die nötigen Handwerker, die bereit und in der Lage waren, die Schäden zu reparieren und das Freibad wurde schon drei Jahre nach seiner Eröffnung, 1973, wieder geschlossen. Der spätere Besitzer des Grundstückes schob die Wanne mit Unrat zu und das Freibad war Geschichte. 

 

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Das Gewerbegebiet in Glau

 

Am 18.11.1991 beschloss die Gemeindevertretung Glau die Aufstellung eines Bebauungsplanes.

Die öffentliche Auslegung des Vorhaben- und Erschließungsplanentwurfes wurde durch die Gemeindevertretung am 19.05.1992 beschlossen. Am 13. Mai fand in der Gaststätte in Glau eine Bürgerversammlung zum Vorentwurf des Vorhabens- und Erschließungsplanes durch den Architekten Herr Bölke aus Treuenbrietzen statt.

Aus dem Protokoll geht hervor, dass der Ortswehrführer Wolfgang Kauert auf die Probleme der Wasserversorgung zur Brandbekämpfung hinwies. Herr Eberhardt Kaliske als Mitinvestor erläuterte seine Zielstellungen mit seiner Investition und er schaffe 5 bis 6 neue Arbeitsplätze. Herr Combe` wolle 20 bis 25 neue Arbeitsplätze schaffen. Längerfristig sogar bis zu 50 Arbeitsplätze.

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Glau hat am 29.06. 1992 in öffentlicher Sitzung den Entwurf des vorgezogenen Bebauungs-Plans gebilligt und beschlossen. Die Agrargenossenschaft Trebbin e.G. i.G. lehnte die Einstufung der Flächen im Flächennutzungsplan der Gemeinde Glau als "vorhandene Gewerbefläche" ab und bat, diese wie deren Nutzung ist, als "landwirtschaftlich genutzte Fläche" auszuweisen.

 

Mit diesem Beschluss wurde aus ehemals Ackerland der Familien Brauer und Kieburgs Bauland für ein Gewerbegebiet am östlichen Rande von Glau. 1992 wurden Bauanträge von Familie Kaliske für eine Autowerkstatt (ca. 2000 m²), Herrn Möller für ein Holzbaufirma (ca. 17 000 m²) und der Firma Combé- Anlagenbau (Hauptstandort Berlin) für einen Neubau einer Halle für Roco-Rohrbedarf GmbH ( 27 000 m²) gestellt und genehmigt. Ende 1993 begannen die ersten Bauarbeiten.

 

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* Baustelle Autowerkstatt Kaliske 1993

 

 

 
Kleinbeuthen ©Jörg RoschlauBlick auf Christinendorf ©Jörg RoschlauHummel ©Jörg RoschlauStangenhagen im Spiegel ©Jörg RoschlauInnenhof der Kulturscheune Thyrow ©Gertrud KlattKleinbeuthen - An der Nuthe ©Jörg RoschlauOrtsmitte Stangenhagen ©Gunnar PommereningDer Vogelbeobachtungsturm in Stangenhagen ©Jörg RoschlauHerbst ©Jörg RoschlauPfefferfließ in Stangenhagen ©Jörg RoschlauFlugplatz Schönhagen ©Gunnar PommereningModernes Wohnen in Thyrow ©Gertrud KlattFeldweg in Kliestow ©Gunnar PommereningMärkisch Wilmersdorf mit Kirche ©Jörg RoschlauPusteblumen ©Jörg RoschlauSpielplatz in Wiesenhagen ©Gunnar PommereningMohnfeld ©Jörg RoschlauIllusionsmalerei in Thyrow ©Gunnar PommereningPontonbrücke in Großbeuthen ©Gunnar PommereningSchloss Schönhagen ©Gunnar PommereningStangenhagen - Winterliche Impressionen ©Jörg RoschlauThyrow ©Gunnar PommereningKlein Schulzendorf - Denkmal für die im Krieg Gefallenen ©Jörg Roschlau